Kostengünstig reisen – unsere 4 wichtigsten Spartipps

Bei einer Reise ist das Budget oft sehr beschränkt, deshalb möchte man sein Ausgaben so gering wie möglich halten, um das Maximum herauszuholen. 

Doch das ist oft gar nicht so einfach, jedes Land hat seine eigenen Lebenshaltungskosten, Preise für Aktivitäten, Unterkünfte etc.,

Im folgenden wollen wir dir einen kurzen Überblick über die für uns wichtigsten und auf Reisen entscheidenen Sparhacks geben. Diese beziehen sich auf die folgenden 4 Kategorien:

1. Wie wir Unterkünfte finden und nach welchen Kriterien wir sie auswählen

Wir buchen unsere Unterkünfte immer über Airbnb oder Booking und werden bei dem ein oder anderen immer fündig.
Unsere wichtigsten Auswahlkriterien und Filter die wir dabei einstellen sind folgende:

  • Privates Zimmer für Zwei
  • Preisspanne bis maximal 30€ pro Nacht für uns beide zusammen
  • Eigenes Badezimmer 
  • Kochmöglichkeit (entweder eigene Küche oder Gemeinschaftsküche)
  • Lage →  möglichst zentral (alles fußläufig erreichbar)

Das ist es eigentlich schon 😀 Kein Hexenwerk und theoretisch für jeden machbar. Wir achten auch darauf, dass wir keine Unterkünfte mit schlechten oder gar keinen Bewertungen nehmen. Und hatten bisher noch nie (toitoitoi) einen totalen Reinfall.

Bei dem Thema ist natürlich jeder anders gestrickt, aber für uns persönlich ist zwar etwas Privatsphäre wichtig (darum kein Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsbad), aber generell spielt das Leben draußen. Wir wollen das Land erleben und entdecken und nicht tagelang in einem hübsch dekorierten Hotelzimmer mit Zimmerservice verbringen.
Zu einem hübschen Zimmer sagt man natürlich nicht nein, aber solange das Bett bequem, das Zimmer sauber und kein Ungeziefer vorhanden ist, ist alles akzeptabel 😀

2. Wie wir für die nötige Verpflegung während der Reise sorgen

Einkaufen in einem großen und günstigen Supermarkt und selbst kochen, lautet hier unsere Devise! 

In jedem Ort gibt es in der Regel die Möglichkeit kostengünstig an eine große Auswahl von Lebensmitteln zu kommen, denn die Locals müssen schließlich auch irgendwie über die Runden kommen, ohne sich in Unkosten zu stürzen. 

Beim Einkaufen, gilt zusätzlich: auf die Preise achten!
→ Nicht einfach alles in den Einkaufswagen schmeißen worauf du gerade Lust hast, sondern schauen was kostet hier eigentlich was. Muss es unbedingt die Avocado für jeden Preis sein, weil ich sie eben jeden morgen auf mein Toast esse oder tun es auch die günstigen lokalen Früchte für einen Bruchteil des Preises?

→ Und was ist eigentlich aktuell im Angebot? Auch hier einmal den Blick schweifen zu lassen kann den einen oder anderen Euro sparen. 

Und wie bereits bei der Auswahl der Unterkunft als wichtiges Kriterium erwähnt, darf dann natürlich die eigene Küche/Kochmöglichkeit nicht fehlen. Denn die eingekauften Lebensmittel wollen auch zubereitet werden 😀
Unsere beliebte Klassiker, die wir auf Reisen oft selbst machen sind:

  1. Wraps → Füllung kann je nach Geschmack und kostengünstigem Angebot im Supermarkt angepasst werden
  2. Nudeln mit Pesto 
  3. Gemüse Curry mit Reis → auch hier kann die Auswahl des Gemüses individuell angepasst werden

Zum Frühstück:

  1. Müsli mit Früchten
  2. Sofern Eier günstig sind, auch Rührei oder Pancakes

Und so kommt man gut gestärkt und satt durch die Tage 🙂 Der Vorteil beim Einkaufen ist, dass beispielsweise eine Packung Reis nicht nur für eine Mahlzeit ausreicht, sondern für viele weitere. Das gilt auch für eine Dose Mais oder ein Glas Pesto. So verteilen sich die Kosten des Einkaufs auf viele einzelne Tage und am Ende gibst du pro Tag einen sehr geringen Anteil für die Verpflegung aus.

Hingegen tägliche Restaurantbesuche summieren sich selbst in vermeidlich günstigen Ländern. Eine Mahlzeit für 4€? Klingt günstig, hinzukommt aber noch ein Getränk, dass unter 2€ selten zu bekommen ist und dann folgt noch das Trinkgeld.

Darum sind diese zwei Dinge für uns die, die den größten Unterschied bei den Ausgaben machen.
Was jetzt nicht heißen soll, dass wir nie auswärts Essen gehen oder mal einen Snack in einem Café holen o.ä., aber es gehört nicht zum täglichen Leben auf Reisen. Zu Hause gehen wir schließlich auch nicht jeden Tag essen und nehmen stattdessen den Kochlöffel selbst in die Hand 😉

3. Wie wir unsere Aktivitäten auswählen

Als Vorbereitung auf eine Reise lesen wir immer Reiseführer, Reiseblogs, etc und lassen uns inspirieren, was in dem Land alles möglich ist. Dabei hat jedes Land seine typischen Highlights, die als Touristenspots gelten und die in der Regel auch teuren Eintritt kosten.

Hier wägen wir ab, ob uns das hier Gebotene den hohen Touristenpreis wert ist oder ob wir etwas ähnliches oder noch schöneres nicht auch woanders im Land zu einem günstigen Preis oder gar kostenlos finden. Und oft stellen wir fest: “Ja, das geht!”

Ein Beispiel dafür ist der La Fortuna Wasserfall in Costa Rica – mit seinen 18$ Eintritt nicht gerade ein Schnäppchen. Doch in La Fortuna gibt es auch den in der Natur gelegenen El Salto – etwas kleiner, aber dennoch ein Wasserfall mit deutlich weniger Besuchern. Und in Montezuma gibt es sogar einen höheren Wasserfall, den du sogar erklimmen kannst und das komplett kostenlos!

Oft werden derartige Aktivitäten nicht beworben, da hierdurch keine Einnahmen generiert werden können. Aber mit ein bisschen Recherche und Austausch mit Einheimischen und anderen Reisenden, findest du bestimmt auch das ein oder andere Highlight für schmales Geld 😉

4. Wie wir uns vor Ort fortbewegen

Ganz klar: Öffentliche Verkehrsmittel!
In jedem Land gibt es die Option lange und kurze Distanzen mit Bussen oder Zügen zurückzulegen. Gegenüber Taxis, Privatshuttle, Inlandsflügen oder einem Mietwagen die deutlich günstigere Variante, bei der du zusätzlich mehr vom lokalen Leben mitbekommst und auch die Umwelt schonst. Die wenigstens Touristen greifen hierauf zurück, sodass du in Bus und Bahn Kontakt zu Einheimischen aufnehmen kannst und viel über sie und ihr Leben im Land erfahren kannst. 

In einigen Ländern ist es etwas komplizierter, sich mit dem Liniennetz auseinanderzusetzen und Verbindungen zu deinem Zielort zu finden, aber die Recherche und Fragerei lohnt sich für deinen Geldbeutel in jedem Fall! Und sobald du die ersten Fahrten gemacht hast, kommst du auch schon deutlich besser klar, als bei der ersten Fahrt, denn mit der Zeit weißt du wie in dem jeweiligen Land der Hase läuft 😉 

Und ein Tipp generell zum Schluss: Teure Länder?
Nimm es nicht so hin! Wenn du vorab von vielen Seiten (Reiseführern, Freunden, Familie,..) gesagt bekommst, das Land das du gerne bereisen möchtest sei teuer, nimm dies als Ansporn sie im Nachhinein vom Gegenteil zu überzeugen. Wir haben schon oft diese Erfahrung gemacht, dass wir ein Land deutlich günstiger bereist haben als erwartet (Kuba und Costa Rica sind dafür wohl die besten Beispiele).

Wenn du nämlich bereits mit der Einstellung heran gehts, das Land nicht kostengünstig bereisen zu können, steigt automatisch deine Toleranz bei teuren Preisen: “Eine 2 Liter Wasserfalsche kostet hier 3€?” Dann wird es das wohl sein müssen und nirgends anders günstiger zu finden sein, denn so sind hier halt die Preise. Das gilt natürlich nicht nur bei Wasser sondern gleichermaßen bei Unterkünften, Restaurantbesuchen, Aktivitäten und der Auswahl des Fortbewegungsmittels.

Ein weiterer Tipp: Behalte den Überblick

Um bei all den Ausgaben nicht den Überblick zu verlieren, ist es zudem hilfreich sie im Detail festzuhalten. Dafür gibt es entweder verschiedene Apps, wie beispielsweise TravelSpend oder du erstellst dir selbst eine Übersicht in Excel / Google Tabellen. 

So kannst du während oder auch nach der Reise alle Kosten überblicken und sogar nach Kategorien, wie Unterkunft, Flug, Einkäufe etc. filtern, um zu schauen was den Großteil der Ausgaben ausgemacht hat und wo du noch mehr sparen kannst. 😉  

Hast du Fragen zu dem Thema, dann schreib uns gerne 🙂

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