Unsere Top 5 Highlights in Peru

Peru ist ein Land voller atemberaubender Highlights, die spektakulärer kaum sein könnten. Auf unserer 5-wöchigen Reise durch das Land haben wir Naturwunder, architektonische Meisterleistungen, einzigartige Städte und Geschichte pur erlebt.

Wir haben in der Zeit zwar nur einen geringen Teil des Landes geschafft zu erkunden, doch bereits in diesen Ecken erwarten dich unglaubliche Wunder, die du dir bei deiner Reise durch nicht entgehen lassen solltest!

Im Folgenden findest du unsere fünf Favoriten, die wir dir besonders ans Herz legen möchten!

1. Machu Picchu

Keine große Überraschung und vermutlich bereits längst auf deiner Liste! Trotzdem möchten wir zu der Inkastätte ein paar Worte sagen.

Machu Picchu, eines der sieben neuen Weltwunder, das Aushängeschild von Peru, wenn nicht sogar ganz Südamerika. Doch ist Machu Picchu all den Aufwand, die Kosten und den großen Hype wert? Für uns ein ganz klares JA! Sicherlich ist es von unzähligen Touristen überlaufen, aber das nicht ohne Grund, auch wenn unsere Meinung dazu natürlich subjektiv ist. Aber zumindest raten wir dazu, dir ein eigenes Bild zu machen und dich nicht von negativen Meinungen von dem Besuch abbringen zu lassen. 

Was du für den Besuch von Machu Picchu wissen solltest:

Wer hier auf den Spuren der Inka wandeln will, muss sich das ganze einiges Kosten lassen. Wobei es hier verschiedene Optionen für den Besuch gibt: Mehrtägige Wanderung, mit dem Zug, Wandern auf eigene Faust,…

Am günstigsten ist es von Cusco aus mit dem Shuttlebus bis Hidroeléctrica zu fahren (Preis etwa 15 Euro hin und zurück) und von dort 11km bis  Aguas Calientes, dem Machu Picchu-Dorf, zu wandern. Die Wanderung führt fast ausschließlich auf einer Ebene entlang der Bahnschienen quer durch den Dschungel und bietet bereits erste Views von unten auf Machu Picchu. Von Aguas Calientes gilt es dann noch die knapp 2.000 Stufen nach oben zur berühmten Inka-Ruine zu erklimmen (Vorsicht: Anstrengend! 😀 ). 

Alternativ kannst du auch mit einem Bus in Serpentinen nach oben fahren – pro Richtung kostet das allerdings 12$, was für peruanische Verhältnisse nicht gerade ein Schnäppchen ist. Und Achtung: Die Schlange am Bus ist endlos! 2-3 Stunden vor eigentlich gewünschter Abfahrtszeit solltest du dich bereits anstellen, um den Bus zu erwischen und das ist nicht übertrieben. Selbst für den ersten Bus am Morgen stehen die Touristen bereits Stunden vorher im Dunkeln an. 

Wenn das Reisebudget etwas mehr her gibt und du ein großer Wanderfreund bist, dann ist die Option der mehrtägigen Wanderung perfekt für dich geeignet: Über 3 – 5 Tage kannst du dir den Weg zum großen Finale Machu Picchu erarbeiten und dabei die traumhafte Landschaft Perus und seiner Anden und Regenwälder kennenlernen.
Die bekanntesten Trails sind der Inka-Trail und der Salkantay-Trek. Wir selbst haben den Salkantay Trail bestritten, dazu findest du genauere Infos hier.

Eine Wanderung über mehrere Tage kann zwischen 150 – 500$ kosten, je nach Anbieter und welche Zusatzleistungen du auswählst. Bei den meisten  Faktoren unterschieden sich die Anbieter jedoch nicht – pass also auf, dass du nicht zu viel zahlst für das was du bekommst.  

Option 3 ist die Fahrt mit dem Panoramazug von Ollantaytambo bis Aguas Calientes. Die Fahrt ist recht kostspielig, aber erspart dir einige Kilometer zu Wandern. 50$ pro Fahrt. Der Ausblick ist traumhaft schön und besonders für den Rückweg nach anstrengenden Wandertagen vermutlich die bequemste Option. 

Wie du siehst, gibt es einige Möglichkeiten wie du das Weltwunder erreichen kannst – welche hiervon die für dich geeignetste ist, musst du natürlich selbst nach deinen persönlichen Vorlieben entscheiden. Hier noch ein paar Infos und Tipps zum Abschluss:

Wichtig! Reserviere unbedingt vorab den Trek, Zug, Shuttle und Eintrittstickets. Die Plätze sind stark limitiert und schnell ausgebucht – in Zeiten von Corona bekommt man mit 4 Wochen Vorlauf noch Tickets, aber vorher musste man bereits Monate vorab buchen!

Tipp: Versuche unbedingt ein Ticket für den frühestmöglichen Einlass zu bekommen (6:00 Uhr), dann kannst du den Sonnenaufgang bei Machu Picchu erleben und der Andrang der Touristen ist deutlich geringer, sodass du die Atmosphäre eventuell fast für dich alleine genießen kannst.

Tipp: Von Aguas Calientes aus benötigst du etwa 1,5 Stunden zu Fuß nach oben zu Machu Picchu, gehe also rechtzeitig los, um keine Zeit von deinem Einlass-Slot zu verschenken 😉

Tipp: Durch den hohen Besucheransturm ist Machu Picchu nur noch One-Way zu besichtigen, das heißt du kannst später nicht zu den besten Fotospots zurückkehren. Nimm dir also von Anfang an die Zeit und koste den Besuch an jeder Stelle in vollen Zügen aus 🙂

2. Rainbow Mountains

WOW! WOW! WOW!
Bevor wir es nicht selbst gesehen haben, konnten wir es gar nicht glauben, dass die Berge hier wirklich so bunt sind. Wir dachten alle Bilder, die wir zuvor gesehen haben seien extrem bearbeitet, doch auf knapp 5.000 Metern Höhe erwartet dich hier wirklich ein Farbspektakel, wie du es mit Sicherheit noch nirgends sonst gesehen hast! 

Am einfachsten und schnellsten erreichst du Vinicunca mit einer Tour von Cusco aus – einziger Nachteil: die Tagestour startet bereits um 4.00 Uhr morgens und eine knapp 3-stündige Autofahrt steht dir bevor. In der Regel ist in dem Tourpreis ein Frühstück und Mittagessen inklusive. Der Eintritt von 25 Soles (etwa 5 Euro) für den Rainbow Mountain muss separat bezahlt werden.
Vom Parkplatz aus wanderst du dann nochmal etwa 1-2 Stunden bis du das bunte Farbspiel erreichst. Auf dem Weg lässt sich nach und nach schon erkennen, wie sich die Hügel in verschiedenen Farben tönen.

Die beste Sicht auf den “Regenbogen” hast du von ganz oben auf 5.036 Meter. 

Als kleines zusätzliches Highlight kannst du auch eine Wanderung durch das Red Valley unternehmen, hier führen unterschiedlich lange Wanderpfade durch die rot schimmernden Berge, mit atemberaubenden Ausblicken. Hin und wieder begegnen dir Lamas und Alpakas auf dem Weg, die das Anden-Feeling perfekt abrunden.

Tipp: Akklimatisiere dich ausreichend bevor du dich auf diese Tour begibst. Die Höhe von 5.000 Meter ist nicht zu unterschätzen und beim Wandern kann dir schnell die Luft wegbleiben.

Info: Die Rainbow Mountains von Vinicunca sind erst seit wenigen Jahren bekannt, zuvor waren sie noch mit Schnee bedeckt, der nun durch den Klimawandel weggeschmolzen ist und dieses Naturwunder erscheinen ließ. Die unterschiedlichen Farben entstehen durch eine Reaktion von Sauerstoff und Wasser, sodass verschiedene Mineralien entstehen, die in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Der Berg ist auch als “Berg der sieben Farben” bekannt, da sich bei genauem Hinschauen 7 Farben identifizieren lassen.

Rainbow (2)

3. Salinas de Maras

Maras (3)

Ein riesiges Meer aus etwa 4.000 Salzterrassen, die alle aus einer einzigen Bergquelle entstehen. 

Auch dieses Highlight ist von Cusco aus mit einer Tagestour erreichbar. Das Areal auf dem du dich als Besucher aufhalten kannst ist zwar recht klein, sodass du nicht Stunden lang hier verbringen kannst. Aber der Anblick der weißen Terrassen ist einmalig und überwältigend! 

Hin und wieder kannst du in den Feldern ein paar Arbeiter entdecken, die gerade dabei sind, das gewonnene Salz abzubauen. Neben vielen Becken liegen riesige Berge an Salz und bei genauem Hinschauen kannst du erkennen, wie der Zulauf der Quelle mit kleinen Steinen reguliert wird. 

Die Salzbecken befinden sich auf 3.380 Metern hohe und sind damit die weltweit höchstgelegenen ihrer Art. Das hier gewonnene Salz ist auch bekannt als das weiße Gold der Inka.

4. Huacachina + Paracas Nationalpark

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1001 Nacht! Eine Oase mitten in der Wüste Perus. Huacachina befindet sich in der Nähe von Ica und ist von meterhohen Dünen umgeben – die Oase selbst ist winzig und binnen 30 Minuten erkundet, doch das Gefühl rundherum von nichts als Sand umgeben zu sein ist wirklich magisch. Die Dünen eignen sich für Sandboarding oder Buggy-Fahrten, die den Adrenalinpegel steigen lassen und zum Sonnenuntergang schimmert die Wüste in goldenen Farben. 

Definitiv etwas, dass wir persönlich von Peru nie erwartet haben, uns aber unglaublich beeindruckt hat. Zwei Tage sind jedoch ausreichend – der Ort ist ausschließlich dem touristischen Zweck gewidmet und wenn du alle Highlights erlebt hast, dürstet es dir schnell nach anderen Abenteuern.

Apropos andere Abenteuer! Von Huacachina aus kannst du auch dem Nationalpark Paracas besichtigen. Die Tour geht den kompletten Tag und du kannst die Islas Ballestas mit dem Boot umfahren. Hier erwarten dich Delfine, Seelöwen, Boobies, Humboldt-Pinguine und unzählige weitere Vogelarten. Bereits von weitem siehst du schwarze Wolken am Himmel, die nicht das nächste Unwetter mit sich bringen, sondern ausschließlich aus Vögeln bestehen! 😉

Nach der Wassertour geht’s in den Landteil des Nationalparks, wo du verschiedene Strände erkundest, darunter auch der Red Beach, der total surreal erscheint mit dem roten Sand. Auch hier erwarten dich Möwen, Pelikane, Kormorane und Co. und dazu durchquerst du die zweittrockenste Wüste der Welt, nach der Atacama-Wüste in Chile.

Verbinde also unbedingt diese beiden Sehenswürdigkeiten miteinander, die dir nochmal ein ganz anderes Bild von Peru geben, als du es vermutlich vorher im Kopf hattest.

5. Arequipa und Umgebung

Die „weiße Stadt“, die zwischen 3 Vulkanen im Süden Perus liegt, ist ein absoluter Hingucker. Die Architektur stammt aus der Kolonialzeit und besitzt zahlreiche barocke Gebäude aus Sillar, einem weißen Vulkangestein – woher die Stadt ihren Spitznamen hat.

Besonders der Vulkan Misti ragt majestätisch hinter der Kathedrale am Plaza de Armas hervor und sorgt so für ein tolles Fotomotiv. 

Zudem überzeugt Arequipa mit seinem perfekten Klima! Von Regen ist hier fast ganzjährig keine Spur (außer im Januar). Ansonsten strahlt der Himmel und die Sonne bei angenehmen Temperaturen, die zum Verweilen in den Rooftop-Bars oder den Parks einladen. 

Ein weiteres Highlight der Stadt ist das Kloster Santa Catalina. Dieses wird auch gerne als Stadt in der Stadt bezeichnet, da der Komplex etwa 20.000qm umfasst. Die etwa 400 Nonnen, die damals dort lebten, waren komplett abgeschottet von der Außenwelt. Heute ist die bunte Klosterstadt für Besucher zugänglich und authentisch erhalten worden. Eintritt 40 Soles (8,50 Euro), absolut lohnenswert! Aufgrund der Größe kann man hier entspannt um die 3 Stunden verbringen und die Kulisse als kreativen Fotospot nutzen.  

Doch nicht nur die Stadt selbst ist einen Besuch wert! Arequipa bei deiner Peru Rundreise mitzunehmen, lohnt sich auch, um der nahegelegenen Salzwüste (Salineras Aguada Blanca) einen Besuch abzustatten. Hier erwarten dich zwar nicht so weite Ebenen wie in der Salar de Uyuni in Bolivien, aber trotzdem ist sie gewaltig! Ideal für ein paar Spielereien mit der Kamera und der Perspektive. Zudem gibt es hier einen See, in dem sich die umliegenden Berge perfekt Spiegeln und Lamas, Alpakas, Guanakos und Vicunas sind hier zuhause. Je nach Jahreszeit kannst du auch unzählige Vogelarten beobachten, wie die fotogenen Flamingos. 

Ebenfalls bekannt ist auch die mehrtägige Tour zu dem Colca Canyon, wo du Andenkondore beobachten und auf verschiedenen Wanderwegen entlang des Canyons spazieren kannst. Lange Zeit galt diese Schlucht als die tiefste der Welt, zwischen 1200 und 3200 Meter geht es hier hinab.

Für den Aufenthalt in Arequipa also unbedingt ein paar Tage mehr einplanen! 😉

Arequipa (5)

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