Backpacking Galapagos – Geht das überhaupt?

Wenn du an die Galapagosinseln denkst, dann ist nach Riesenschildkröten und Inselparadies im Pazifik vermutlich das nächste was du damit assoziierst TEUER! Und schon ist der Archipel für dich als Backpacker in der Kategorie “unmöglich” oder “vielleicht irgendwann, wenn ich genug Geld habe” abgelegt. 

Vor unserer Reise auf die Galapagosinseln haben wir genau dasselbe gedacht und kaum für möglich gehalten, dass wir auf unserer Weltreise dort landen werden. Doch da diese Pazifikinseln schon lange ein großer Traum von uns waren, haben wir allen Bedenken zum Trotz unseren Flug gebucht und ganze 7 Wochen Low Budget auf Galapagos verbracht. 

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Wie sah das Ganze bei uns aus?

Unsere Route:

  • Flug von Guayaquil nach San Cristobal
  • 11 Tage San Cristobal
  • 7 Tage Santa Cruz
  • 12 Tage Isabela
  • 2 Tage Santa Cruz
  • 16 Tage San Cristobal 
  • Flug von San Cristobal nach Quito

Wir haben die Inseln auf eigene Faust erkundet, uns primär den kostenfreien Aktivitäten gewidmet, nahezu jeden Tag geschnorchelt und die vielen Tiere beobachtet. Hiermit sind wir bei Ausgaben in Höhe von XXX p.P. / Tag gelandet. 

In den 7 Wochen haben wir auch die ein oder andere preisintensive Tour unternommen, um einige andere Ecken, abseits der bewohnten Inseln kennenzulernen. Das waren die folgenden:

2 Tauchtouren (mit jeweils 2 Tauchgängen)

  • Kicker Rock (San Cristobal)
  • Seymour Nord = Mosquera (von Santa Cruz aus)

Und ein paar weitere Touren

  • Wanderung zum Volcán Sierra Negra (Isabela)
  • Schnorcheln und Birdwatching bei Los Tuneles (Isabela)
  • Inselerkundung San Cristobal mit El Junco Lagune, Playa Chino und Riesenschildkröten Reservat 
  • Tagesausflug zur Isla Bartolome und Isla Santiago

Diese Touren haben natürlich den Großteil unseres Budgets in Anspruch genommen. Wir fanden jedoch, dass sich die Investition in jede Einzelne mehr als gelohnt hat und wir damit den perfekten Mix aus der facettenreichen Landschaft, dem lebensfrohen Tierreich und der spektakulären Unterwasserwelt kennenlernen konnten, ohne uns dabei in Unkosten zu stürzen. 

Die meisten Tage haben wir an kostenfreien Spots mit unserer eigenen Schnorchelausrüstung die Unterwasserwelt erkundet und dabei so viel gesehen und erlebt, dass es auf keiner Tour hätte besser sein können! 

Auf allen drei Inseln gab es neben dem Schnorcheln noch weitere kostenfreie oder günstige Möglichkeiten für Unternehmungen. Zudem sind auf Galapagos die Preise für Unterkünfte und Lebensmittel im Supermarkt nicht übermäßig teuer, wie du es vielleicht bei einem so touristischen Ziel erwartest. 

Neben den hochpreisigen Touren, ist bereits die Einreise auf Galapagos auch erstmal abschreckend: 100$ Nationalpark Eintritt bei Einreise, plus 20$ für die Transitkarte vor dem Flug und dann der Flug an sich, der in der Regel nicht unter 200$ zu bekommen ist, sind erstmal eine ordentliche Stange Geld. Doch je länger du auf den Inseln bleibst, desto mehr rentieren sich diese Ausgaben, denn egal ob du 7 Tage, 3 Wochen oder 2 Monate bleibst, diese Kosten ändern sich dadurch nicht. Daher war für uns direkt klar, hier bleiben wir länger – und so haben wir das Paradies direkt als Auszeit und kleine Pause von unserer Weltreise genutzt, es für den Zeitraum unser zuhause werden lassen und einen kostengünstigen Alltag entwickelt. Wenn du ebenfalls zeitlich flexibel bist, ist es wirklich das Beste was du machen kannst! 😉

Sicherlich ist es schwieriger, wenn du eine Reise auf die Galapagosinseln als klassischen Urlaub planst und maximal 3-4 Wochen zur Verfügung hast, bevor die Arbeit wieder ruft. Denn bei der weiten Anreise soll sich das ganze schließlich lohnen – und so neigt man schnell dazu, viele Touren (wenn nicht sogar eine ganze Kreuzfahrt) zu buchen und alles schon durchzuplanen.
Hier empfehlen wir dir trotz des vorbestimmten Zeitraums keinen Druck zu machen und ein möglichst volles Programm in die Zeit zu stopfen, um “alles” zu sehen. Schau stattdessen vorab was du unbedingt sehen möchtest, welche Tiere, welche Landschaften etc. Prüfe anschließend, auf welchen Inseln das möglich ist und was sich gegebenenfalls doppelt. Den meisten Tieren kannst du auf mehreren Inseln begegnen, hierfür musst du also nicht jede besuchen. Es gibt zwar bei jeder Galapagosinsel Unterschiede in Flora und Fauna, aber ab einem gewissen Grad ähneln sich viele Dinge. 

Aus diesen Erkenntnissen lässt sich dann mit Sicherheit ein individuelles Programm zusammenstellen, wo du dich auf wenige teure Touren beschränken, aber trotzdem all deine Wünsche erfüllen kannst. Denn die meisten “typisch Galapagos”-Highlights findest du bereits auf den bewohnten Hauptinseln (San Cristobal, Santa Cruz, Isabela und Floreana), die kostengünstig zu bereisen sind. 

Backpacking auf Galapagos ist also definitiv möglich – wir haben es selbst erlebt und können dir nur ans Herz legen, dieses wunderschöne Fleckchen Erde zu erkunden! Und dich nicht von den teuren Preisen abschrecken zu lassen. 

Weitere Infos zu den einzelnen Inseln, Touren, Highlights und unsere Ausgaben findest du in unserem ausführlichen Galapagos-Beitrag

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